GNATHOLOGIE UND BRUXISMUS

Gnathologie und Therapie des Bruxismus
Die Gnathologie ist eine zahnärztliche Fachrichtung, die sich mit den räumlichen Verhältnissen des Ober- und Unterkiefers, sowie der Artikulation ihrer Zahnreihen, beziehungsweise mit zufriedenstellender Okklusion der Zahnreihen befasst.
Die Okklusion kann in 2 Teile getrennt werden: :
1. die statische Okklusion: der Kontakt zwischen den antagonistischen Zähnen bei geschlossenem Unterkiefer.
2. die dynamische Okklusion beschreibt den Kontakt zwischen den antagonistischen Zähnen bei Bewegungen des Unterkiefers.
Bei Unregelmäßigkeiten des Unter- oder Oberkiefers, bei Verlust von Zähnen oder unerwünschtem Kontakt der gegenspielenden Zähnen kommt es zur Malokklusion, also Fehlgebiss welcher über die Zeit zu funktionellen Problemen auf verschiedenen Ebenen führen kann. Mögliche Folgen davon sind Gelenkblockade (Öffnen und Schließen des Mundes sind nicht möglich), Gelenkgeräusche (z. B. „Knacksen“ bei Kieferbewegungen), Bruxismus (Zähneknirschen, insbesondere im Schlaf mit Überfunktion der Schließmuskeln und Zahnabrieb), Kopfschmerzen, Störungen des Gehörs, Muskelschmerzen usw. Hier ist ein interdisziplinärer Therapieplan notwendig.
Mit der Therapie, z.B. durch eine Schiene wird das normale und erwünschte Verhältnis des Ober- und Unterkiefers. Insbesondere im Gelenk hergestellt.
Mit der Schiene wird der Unterkiefer verlagert, die Muskeln werden entspannt und die Zähne werden nicht abgenützt. Nachfolgend werden die Patienten häufig kieferorthopädisch oder implantologisch mit dem Ziel der Stabilisierung und Erhalt der Resultate behandelt.
Botox in der Zahnmedizini
Botox oder Dentox in der Zahnmedizin ist ein einfacher nichtchirurgischer Eingriff. Es wird eine kleine Menge direkt in den zu lähmenden Muskel injiziert. Mit der gezielten Lähmung einiger Muskeln behandelt man Bruxsismus durch Reduktion der Kraft und der Wiederholung der Kauvorgänge. So wird die Abnutzung der Zähne, des Zahnfleisches und der Kiefergelenke reduziert. Ebenfalls reduziert werden die Schmerzen im Gesicht und der Kaumuskulatur. Mit wiederholten Anwendungen kann es zur Atrophie der zunächst verstärkten Muskulatur kommen was die Häufigkeit der Behandlungen beeinflusst.
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